Extras

"... Theater, Theater, der Vorhang geht auf
Dann wird die Bühne zur Welt.
Theater, Theater, das ist wie ein Rausch
Und nur der Augenblick zählt ..."

So heißt es im weltweit bekannten Song "Theater" von Katja Ebstein aus dem Jahre 1980. Es ist wie ein Rausch, wenn wir auf der Bühne stehen und Zuschauer faszinieren und zum Lachen bringen können. Wer wir genau sind, erfahrt Ihr auf den folgenden Seiten. Natürlich sind wir innerhalb des SSV Margertshausen auch organisiert. Das hat aber nichts zu sagen, wenn es darum geht, ein neues Stück einzustudieren. Da wird schnell der erste Abteilungsleiter zum Opa und ein völlig unbekannter avanciert zum Regisseur.

Aus dieser kleinen Einleitung kann man schon herauslesen, dass wir ein ganz lustiger Haufen sind. Bei uns gibt es immer jede Menge zum Lachen und was dabei ganz wichtig ist: man muss auch mal über sich selber lachen können.


Besonderheiten

Was macht die Theateraufführungen in Margertshausen zu etwas besonderem? Das ist zum einen die gemütliche Atmosphäre des Sportheims. Bei einer Vorführung können nicht mal 100 Zuschauer dabei sein. Aber sie bekommen bei den Veranstaltungen, die oft mehr als drei Stunden dauern, alles geboten, was zu einem gelungenen Theaterabend gehört. Zum anderen ist es die Liebe zum Detail. Nicht nur, dass oft stundenlang über kleine Veränderungen am Bühnenaufbau und an den Requisiten gebrütet wird. Der Zuschauer erhält auch ein Gastgeschenk, das eigens für jedes Stück entworfen und meist selbst gebastelt wird. Das erinnert ihn auch über Jahre hinweg an einen Theaterabend der besonderen Art.

Gastgeschenke
Gastgeschenke von verschiedenen Theaterstücken: Zwoa harte Nüß,
Der Ölscheich von Kraglfing, Die Lügenglocke, Das Loch in der Wand, Frauenpower,
Der ledige Bauplatz, Der Liebestee, Das verflixte Klassentreffen


So fing alles an - Ein Rückblick auf die Geschichte der Theaterfreunde Margertshausen

Wir schreiben das Jahr 1989. Der SSV Margertshausen bespricht die alljährliche Weihnachtsfeier. Da hören wir doch mal kurz rein. "Nikolaus und Flötenspiel - jedes Jahr das Selbe." "Wie wär's denn dann mit ein wenig Theater?" spricht Erich Zaha und schon hat er den Job. Zuerst ruft er die Marlene Schmid an. Schließlich sind diese zwei als Comedy-Duo bei Geburtstagen und anderen Feiern gern gesehene Gäste.

Und schon fangen die Probleme an: Welches Stück soll gespielt werden? Wer stellt sich als Darsteller zur Verfügung? Was braucht man alles für die Requisiten? Es ist also Improvisation gefragt. Aber die Mühen haben sich dann doch gelohnt. Der weihnachtliche Einakter "Der himmlische Besuch" findet großen Anklang und schon bei der nächsten Weihnachtsfeier kehrt bereits Routine ein. Plötzlich wollen immer mehr auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Nach nur zwei Jahren gibt das Kindertheater 1991 mit dem Weihnachtsstück "Der ausgeflippte Nikolaus" sein Debüt. Drahtzieher der ganzen Geschichte ist natürlich auch der Erich. Die Erwachsenen spielen erstmals einen Schwank, der überhaupt nichts mit Weihnachten zu tun hat.

Wiederum zwei Jahre später wird die Spielzeit mit dem Zweiakter "Das vermietete Bett" verdoppelt und es wird klar, dass damit auch ein ganzer Abend gefüllt werden kann. Die Gruppe nennt sich von nun an "Theaterfreunde" und tritt schon kurz darauf mit dem Dreiakter "Der Liebestee" in der Fastenzeit 1994 im Sportheim in Margertshausen als eigenständiges Highlight im regen Dorfleben auf. Seit diesem Moment ist jedes Jahr in der Zeit zwischen Fasching und Ostern Bauchmuskeltraining der ganz besonderen Art angesagt, denn zum Lachen gibt es immer jede Menge. Und unser Publikum lacht wohl sehr gern. Das merken wir jedes Jahr wieder und wieder, wenn die Vorstellung bis auf den letzten Platz besetzt ist. Das Sportheim bietet vielleicht nur knapp 80 Personen Platz, aber dadurch entsteht ein sehr familiäres Verhältnis zwischen den Darstellern und dem Publikum und der Zuschauer ist mittendrin, statt nur dabei.