Rückblick: Staudenpokalball - Das prestigeträchtigste Duell in den Stauden

Zehn Schützenvereine kämpften in Margertshausen um die inoffizielle Meisterschaft

(von Marcus Angele, erschienen in der Augsburger Allgemeine Zeitung, Land am 16.11.2018)

Margertshausen Bereits seit mehr als 25 Jahren wird der Staudenpokal im Augsburger Land ausgeschossen. Dabei werden in einer Hin- und Rückrunde die besten Schützen der teilnehmenden Vereine ermittelt. Der Veranstalter wechselt dabei jährlich. In diesem Jahr waren zehn Schützengesellschaften mit insgesamt 345 Schützen in Margertshausen zu Gast. Beim traditionellen Abschlussball wurden nun die besten Schützen geehrt. In diesem Jahr glänzten wieder einmal die Schützen aus Aretsried, Gessertshausen und Margertshausen.

Der Staudenpokal ist seit über einem Vierteljahrhundert ein Schützen-Prestigeduell, bei dem die teilnehmenden Schützengesellschaften in den verschiedenen Alters- und Schützenklassen die besten Mannschaften und Einzelschützen ermitteln. An zwei Terminen treffen sich die Schützen einmal im Frühjahr und im Herbst. Abgeschlossen wird dieser Vergleich dann immer mit einem stimmungsvollen Abschlussball beim jeweiligen Gastgeber mit Übergabe der Pokale und Urkunden, so wie in diesem Jahr bei den Edelweißschützen aus Margertshausen.

Zuerst wurden die besten Mannschaftsergebnisse in den jeweiligen Altersklassen gekürt. Den Kampf um den Titel in der Jugendklasse haben die Edelweißschützen aus Margertshausen für sich entschieden, gefolgt von der Schützengesellschaft 1880 aus Gessertshausen und den Buschelbergschützen aus Aretsried.

Sowohl bei der Schützenklasse als auch in der Altersklasse holten sich die Aretsrieder Schützen den Titel knapp vor Margertshausen und Gessertshausen. In der Auflageklasse konnte der Gastgeber wiederum seinen Heimvorteil nutzen und gewann hauchdünn mit zwei Ringen Vorsprung vor den Talschützen aus Anhausen und den drittplatzierten Schwarzachtalschützen aus Döpshofen.

Gespannt waren die Vereine schließlich auch auf die beiden gestifteten Sonderpokale, bei denen die besten Teiler in die Wertung einfließen. Bei der Jugend werden hier die drei besten Teiler, bei den Erwachsenen die acht besten Teiler pro Verein gewertet. Im Jugendbereich ging der Ziegelmeier-Pokal an die Schützengesellschaft 1880 Gessertshausen. Bei den Erwachsenen blieb der Dieter-Merz-Pokal bei den Hausherren in Margertshausen.

Nach der Ehrung der besten Mannschaften wurden abschließend die besten Einzelschützen männlich und weiblich in den jeweiligen Altersklassen gekürt. Die besten Schützen der Jugend waren dieses Jahr Romina Wehner mit 368 Ringen und Benedikt Kaes (beide Margertshausen) mit 364 Ringen. In der Schützenklasse holten sich diese Ehre Lea Lederle (Gessertshausen) mit 379 Ringe und Michael Ringler (Aretsried) 383 Ringe. In der Altersklasse setzten sich Hildegard Kastner mit 376 Ringe und Anton Landherr (beide Aretsried) mit 382 Ringen durch. Bei den Auflageschützen waren Margarete Schorer aus Margertshausen mit 367 Ringen sowie Franz Kugelmann aus Maingründel mit 377 Ringen am zielsichersten.

Nach Beendigung der Preisverleihung wurde in geselliger Runde natürlich noch viel über die Ergebnisse geplaudert und bei guter Musik von Alleinunterhalter Robert Kraus sogar noch bis lange in die Nacht getanzt.