Himmelfahrt mit Lottoschein - Ein Theaterrückblick

„Das beste Stück, das ihr je gespielt habt!“, hört man nicht nur einmal nach den Theaterabenden im Sportheim des SSV Margertshausen. Mit der geist-reichen Komödie „Da Himme wart net“ von Markus Scheble und Sebastian Kolb haben die Theaterfreunde den Geschmack des Publikums voll getroffen. Schmunzeln, nachdenken, manchmal traurig sein und dann wieder lauthals lachen können. Die begeisterten Theaterfans durchlebten eine Achterbahnfahrt der Gefühle in insgesamt zehn Aufführungen, die natürlich alle restlos ausverkauft waren.

Das besondere in diesem Jahr war wohl auch, dass der Zuschauer sich mit ernsten Themen wie Tod und Erbschaftsstreit konfrontiert sah, die aber unter der Regie von Marlene Schmid sehr humorvoll verpackt wurden. Der Engelanwärter Stelzl (Stephan Eller), seinerzeit Polizist, soll den gerade verstorbenen Schreinermeister Bömmerl (Erich Zaha) innerhalb von 24 Stunden in den Himmel hinauf bringen. So erklärt es ihm zumindest die göttliche Stimme (Andrea di Benedetto) im himmlischen Wartezimmer. Klingt erst einmal nicht so kompliziert, wären da nicht die Geldsorgen von Tochter Anna (Nadine Gebele), die mit dem Gesellen Emmeran (Peter Schmid) um die Existenz der Schreinerei bangt. Zu allem Überfluss haben sich auch noch die geldgierigen Froschmeiers zur Beerdigung angekündigt, Bömmerls Vetter (Gottfried Biber) mit Frau (Johanna Holl). Ausgerechnet diese beiden bekommen die Benachrichtigung über einen Lottogewinn von drei Millionen in die Finger. Sofort beginnt eine rasante Jagd nach dem Lottoschein. Bömmerl und Stelzl haben alle Hände voll zu tun, damit Anna das Geld bekommt um damit die Schreinerei zu retten. Tatkräftige Hilfe bekommen die beiden Geister zum einen von Haushälterin Finni (Simone Frank), die mit Beschwörungen versucht Kontakt zum Jenseits herzustellen, und zum anderen von Schnapsdrossel Resi (Ramona Lipp), die warum auch immer Stimmen hört. In einem furiosen Finale zur Geisterstunde wendet sich das Blatt zum Guten und Stelzl kann sich mit Bömmerl endlich auf den Weg nach oben machen.

Auch in diesem Jahr feierten mit Nadine Gebele und Andrea di Benedetto, der bei den Theaterfreunden liebevoll „D' Herrgott“ genannt wird, ihre Bühnenpremieren.

Erich Zaha und seine Helfer verwandelten mit viel Liebe zum Detail die Bühne  in ein augenscheinlich gemütliches Zimmer, das aber viele raffinierte Spezialeffekte enthielt. Andreas Wolf malte ein großes Himmelstor für das himmlische Wartezimmer auf der Nebenbühne und gestaltete das Logo zum Stück. In der Technik war erstmals Markus Zaha für Vorhang, Licht und Soundeffekte zuständig. Sandra Schinko und Petra Wolf sorgten mit Schminkpinsel und Kamm für das passende Make-up der Darsteller. Christian Eller und Joachim Kugelbrey wechselten sich beim Soufflieren ab. Der Kartenverkauf wurde wie immer von Heidi Zaha bestens organisiert. Zu guter Letzt bewirtete die GbR des Sportheims alle Gäste mit Speisen und Getränken und rundete damit die gelungenen Theaterabende ab.